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Krankheiten des Kaninchens
Alles Krankheiten hier umfassend zu erläutern würde
den Rahmen bei weitem sprengen, wir versuchen daher, nur die wichtigsten
zu behandeln und kurz zu erklären.
RHD, Chinaseuche
(Rabbit Hemorrhagic Disease)
Diese hochansteckende Viruserkrankung (Calicivirus) befällt ausschließlich
Kaninchen und Hasen und weist eine hohe Infektions- und Sterberate auf.
Übertragung:
Vielfältige Übertragungswege, von Tier zu Tier, Weitergabe über
andere Tiere und Menschen, Mücken, Fliegen, indirekt über Futter,
Wasser, Einstreu, etc.
Inkubationszeit:
Im akuten Stadium treten Symptome nach 1-3 Tagen auf, nach weiteren 12-48
Stunden endet die Krankheit meist tödlich.
Symptome und Behandlung:
Verschiedene Verlaufsformen, kann symptomlos innerhalb weniger Tage zum
Tode führen, aber auch hohes Fieber, Fressunlust, blutigen Durchfall,
Atemnot und Krämpfe hervorrufen. Wesentliches merkmal ist eine Störung
der Blutgerinnung. Vor dem Tod kann Blut aus den Körperöffnungen
treten. Es gibt auch eine mildere Verlaufsform, wobei sich die Tiere nach
einigen Tagen Unwohlsein, Fressunlust und und Fieber wieder erholen. Sie
bleiben aber oftmals Dauerausscheider des Virus.
Die Behandlung erfolgt symptomatisch, ein Medikament gegen den Virus gibt
es derzeit nicht!
Vorbeugung:
Vorbeugende Hygiene kaum möglich, einzig wirksamer Schutz ist die
regelmäßige Impfung!
Myxomatose (Kaninchenpest)
Eine durch das Pockenvirus ausgelöste Infektionskranheit überwiegend
bei Kaninchen, weniger bei Hasen.
Übertragung:
Überwiegend Übertragung durch Stechmücken, aber auch indirekte
Übertragung von Tier zu Tier, über den Menschen und andere Tiere,
über Futter,
Inkubationszeit:
3-9 Tage nach Ansteckung treten erste Symptome auf, nach ca. 10-14 Tagen
endet die Krankheit meist tödlich.
Symptome und Behandlung:
Akuter Verlauf: Entzündungen und Schwellungen im Bereich der Augen
und Augenlider, Afterregion, Genitalbereich und Lippen.
chronischer Verlauf: ähnlich wie akuter Verlauf mit vermehrter Pustenbildung.
Die Tiere können sich dann manchmal vollständig wieder erholen.
Die Behandlung erfolgt symptomatisch, Augensalbe und Schmerzmittel. Eine
Vorbeugende Impfung ist derzeit der einzig wirksame Schutz und sollte
halbjährlich erfolgen.
Ansteckender Kaninchenschnupfen
(Rhinitis contagiosa cuniculi)
Der Kaninchenschnupfen ist eine bakterielle Infektion der Luftwege des
Kaninchens. Kaninchenschnupfen ist eine sog. Mischinfektion, an der oft
mehrere Erreger beteiligt sind, meist Pasteurellen und Bordetella-Erreger.
Schlechte Haltungsbedingungen (Zugluft, mangelnde Hygiene, Staubbelasstung,
etc.) begünstigen den Ausbruch der Krankheit.
Übertragung: direkt
von Tier zu Tier, indirekt über den Menschen.
Symptome und Behandlung:
Beginnt meist mit einfachen niesen, im forgeschrittenen Stadium tritt
Nasenausfluss auf, erst wässrig, später eitrig. Die Bindehäute
können mitbetroffen sein. Hinzu kommt Fieber und ein gestörtes
Allgemeinbefinden und Maulatmung, sowie auch eine Entzündung der
Lunge und Bronchien. Die Infektion kann Schäden an Herz und Lunge
hervorrufen, welches häufig ein Problem bei schleichend chronischen
Verläufen ist.
Die Behandlung besteht in erster Linie aus Antibiotika,
welches aber oftmals das komplizierte Nasenhöhlensystem des Kaninchens
schlecht erreicht und die Keime sich dort dauerhaft einnisten können
und die Krankheit so oft immer wieder aufflammt. Zusätzlich können
Vitamine gegeben werden.Haltungsmängel sind sofort abzustellen.
Vorbeugung:
Bei größeren Beständen oder Ausstellungstieren wird eine
Impfung empfohlen.
Encephalitozoon cuniculi (E.C.,
E-cuniculi)
Encephalitozoon cuniculi ist ein parasitärer Einzeller, der in Gehirn,
Nieren und anderen Organen lebt.
...wird noch bearbeitet!
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