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Haltung

Artgerechte Haltung für Kaninchen ist eigentlich garnicht so schwierig, trotzdem fristen sehr viele Kaninchen ein Dämmerdasein in engen Käfigen, alleine oder mit nicht arteigenen anderen Tieren.

Stellen Sie sich einmal vor, sie müssten ihr gesamtes Leben in einer kleinen Gästetoilette verbringen, ganz alleine, bestenfalls leistet Ihnen ein Alien vom Mars Gesellschaft, mit dem Sie sich noch nichtmal unterhalten können. Ernährt werden Sie mit Fast-Food und das Tageslicht haben sie seit Jahren nicht gesehen. Ab und zu kommt ein Riese und macht unangenehm Dinge mit Ihnen, hebt Sie hoch oder entleert endlich mal das stinkende Klo. Aber auch das ist Ihnen mittlerweile egal, ihr Geist ist durch die eintönige Umgebung und die ständige Langeweile schon so abgestumpft, daß sie das alles garnicht mehr richtig wahrnehmen ...


© christina/PIXELIO

Wäre das ein glückliches Leben für Sie? Nein?
So leben aber viele Kaninchen und das ihr ganzes trauriges Leben lang.


Glückliche Kaninchen

Dabei braucht es garnicht mal so viel, um einem Kaninchen ein artgerechtes Leben zu bieten. Wenn man sich dafür entscheidet, Kaninchen zu halten, dann sollte man auch für ein lebenswertes Leben der Tiere Sorge tragen.

Zuallererst natürlich mit einem arteigenen Partner. Bei zwei Kaninchen optimalerweise eine Häsin und ein kastrierter Rammler. Diese Konstellation verspricht in den allermeisten Fällen ein harmonisches Miteinander.


© Cunibärtchen

Wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht, können auch mehrere Kaninchen als Gruppe gehalten werden. Dabei sollten die Rammler IMMER kastriert sein, auch reine Männer-WGs, denn kämpfende Rammler können sich sehr schwere Verletzungen zufügen. An Platzbedarf ist pro Tier von ca. 2qm Fläche auszugehen, bei größeren Rassen entsprechend mehr.
Als Faustregel gilt: zu groß gibt es nicht!

Aussenhaltung
Die Haltung in großen Gehegen im Garten sind sicherlich am schönsten für Kaninchen und Halter. Die im Zoohandel angebotenen Stallungen und Ausläufe sind aber meist eher ungeeignet und zu klein und meistens nur als Unterschlupf oder Anbau an ein größeres Gehege zu nutzen.


© Florian Wolf/PIXELIO

Allen Gehegearten gleich ist, daß sie nicht nur ausbruchssicher, sondern auch einbruchssicher sein müssen. Eine zusätzliche Absicherung nach unten und oben muss also eingeplant werden. Ausserdem benötigen die Tiere einen frostsicheren, trockenen Unterschlupf als Rückzugsmöglichkeit. Bei der Standortwahl des Geheges sollte beachtet werden, daß die optimalen Umgebungstemperaturen für Kaninchen zwischen 15-18 Grad liegt, Temperaturen über 25 Grad müssen als kritisch betrachtet werden.

Innenhaltung
Auch innerhalb der Wohnung kann man Kaninchen einiges bieten. Neben den erwähnten Sozialpartnern kann man mittels Gitterelementen ein großes Gehege abtrennen oder die ganze Wohnung so gestalten, daß sie kaninchensicher ist und die Tiere immer Freilauf in der ganzen Wohnung bekommen können. Da Kaninchen meist eine Toilette benutzen, stellen ihre Hinterlassenschaften im allgemeinen kein Problem dar.


© Maja Dumat/PIXELIO

Gehegebeispiele für drinnen und drausen sowie weitere Haltungsbeispiele und Informationen gibt es auf diesen Seiten:

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§ 2 Tierschutzgesetz
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Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

1.muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,

2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,

3.muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

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